Diskriminierung ist kein Fluch: Die Diversity Media Week zeigt wie

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08.10.2014 | 14:53 | Anna Preiser

Diversität geht Hand in Hand mit Antidiskriminierung. Die Diversity Media Week setzt sich ganz klar für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ein. Daher gibt es am 16. und 17. Oktober mehrere Veranstaltungen rund um das Thema Antidiskriminierung. Von den Schulbüchern bis zur Umsetzung von Antidiskriminierungsmaßnahmen in den Institutionen. 

Laut dem US-Menschenrechts-Jahresbericht 2013 gab es in Österreich mehr als 5500 Meldungen bezüglich Diskriminierung, sei dies aufgrund der Herkunft, der Religion, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung.

Diese Diskriminierungen sind allerdings kein Fluch. Sie können bekämpft werden, indem gezielte Aktionen gesetzt werden. Bei der Diversity Media Week gibt es zu diesem Thema drei Veranstaltungen, in denen die Karten auf den Tisch gelegt werden und aufgezeigt wird, wo die Probleme liegen und wie diese Probleme behandelt werden können, um uns einer diskriminierungsfreien Gesellschaft anzunähern.

Diskriminierungsfreie Schulbücher und Berichterstattung

Von klein auf werden wir durch Schulbücher beeinflusst und sozialisiert. Diese sind allerdings nicht diskriminierungsfrei und vermitteln Stereotype. Welche sind diese? Und wie können wir als Gesellschaft entgegensteuern? Auf diese Fragen antworten u.a. Sonja Hinteregger-Euller, Leiterin der Schulbuchabteilung des Bildungsministeriums, Klar Herzberger, Geschäftsführer des Fachverbandes für Buch- und Medienwirtschaft der WKO und gesetzlicher Vertreter der österreichischen Buchhändler und -verleger in Sachen Schulbuchaktion der Republik Österreich.

Menschen mit Behinderung sind nicht „an den Rollstuhl gefesselt“, wie manche Medienschaffende schreiben. Häufig kommt es in der Wortwahl in der Berichterstattung über Menschen mit Behinderung zu Diskriminierungen. Betroffene Personen warten aber nicht erst darauf, dass die Mehrheitsgesellschaft etwas dagegen unternimmt, sondern werden selbst aktiv und greifen zur Taktik der Selbstgestaltung. In einem Vortrag von Manfred Fischer in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband ÖZIV werden problematische Formulierungen und Möglichkeiten zu deren Vermeidung aufgezeigt.

Verankerung von Antidiskriminierungspraxis in österreichischen Institutionen

In der österreichischen Gesellschaft besteht Aufholbedarf, was Antidiskriminierung und Akzeptanz von Diversität betrifft. Österreichische öffentliche Institutionen sind gefordert, in diesen Belangen aktiv zu werden und Antidiskriminierung sowohl in den Institutionen und in der Gesellschaft fest zu verankern. In einem Panel wird das Engagement und Herausforderungen für Diversität und Antidiskriminierung aus Perspektive verschiedener öffentlicher Institutionen diskutiert.

Die Diversity Media Week findet in Kooperation mit dem Haus der Europäischen Union und dem Informationsbüro des Europäischen Parlament in Österreich, der  Stadt Wiendem Magistrat 17 für Integration und Diversität, der Wirtschaftsagentur Wien, des Wiener Arbeitnehmerinnen Förderungsfonds, der  Wiener Linien, dem Österreichischen Integrationsfonds sowie der SPÖ Wien statt.


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