Erster Todestag Mandelas: Museumsplatz soll nach dem Freiheitskämpfer umbenannt werden

Symbolische Umbenennung in Nelson Mandela Platz © SEDOCC
Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika

26.11.2014 | 18:41 | Memaran Dadgar Jasmin

Das Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika (SADOCC) fordert eine Umbenennung der Verkehrsfläche vor dem Museumsquartier in Nelson-Mandela-Platz.

Wien – Am 5. Dezember 2013 verstarb Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela im Alter von 95 Jahren. Die Anteilnahme am Tod des südafrikanischen Freiheitskämpfers reichte in die ganze Welt hinaus. Zahlreiche europäische Städte haben laut SADOCC dem ehemaligen Staatspräsidenten seither Straßen und Plätze gewidmet oder sogar Denkmäler erbaut.

SADOCC (ehemalige österreichische Anti-Apartheid-Bewegung) fordert nun, dass dieses Zeichen auch in der österreichischen Bundeshauptstadt gesetzt wird. Anlässlich des ersten Todestages soll der derzeitige Museumsplatz im siebten Wiener Gemeindebezirk, der natur- und kunsthistorisches Museum vom Museumsquartier trennt, daher in Nelson-Mandela-Platz umbenannt werden.

Richtige Platzierung

Der Museumsplatz eigne sich deshalb besonders gut, da es ein von WienerInnen und TouristInnen stark frequentierter Ort ist. Außerdem sei die Platzierung zwischen dem Volkstheater und dem geplanten Platz der Menschenrechte ein angemessener Gedenkort für den Freiheitskämpfer.

Symbolische Umbenennung bereits vollzogen

Bereits am 24. November fanden sich SADOCC-AktivistInnen vor dem Museumsquartier zusammen, um eine symbolische Umbenennung durchzuführen und somit ein Zeichen an die Stadtpolitik zu senden, die notwendigen Schritte für die Neubenennung einzuleiten.

Nicht die erste Forderung

Bereits kurz nach dem Tod Mandelas im Dezember 2013 wurden Stimmen für eine Umbenennung einer Wiener Verkehrsfläche zu Ehren Mandelas laut. Auf der Facebook-Seite “Nelson Mandela Platz statt Karl Lueger Platz” fanden sich über 12.000 BefürworterInnen zusammen, die eine Umbenennung des Karl-Lueger-Platzes beim Stubenring forderten. Noch vor Jahresende wurde es um Initiative jedoch ruhig.


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