Ramadan und das Teilen ohne Grenzen

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KURZ
  • Die Muslimische Jugend Österreich ist die einzige deutschsprachige, muslimische, unabhängige Jugendorganisation der zweiten und dritten Generation von MuslimInnen in diesem Land. Sie führt eine bundesweite Arbeit und ist von und für Jugendliche mit den verschiedensten ethnischen und kulturellen Hintergründen.
  • Die Muslimische Jugend Österreich ist die Jugendorganisation der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und vertritt ihre Ziele hinsichtlich der Jugendpolitik. Als solche ist die MJÖ Mitglied der Österreichischen Bundesjugendvertretung (BJV) und wird vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (BMSG) unterstützt.

10.08.2011 | 16:03 | Nermin Ismail

Teilen ohne Grenzen. Rund 250 Jugendliche helfen im muslimischen Fastenmonat in sozialen Einrichtungen.

Wien. Für die Muslime in Österreich hat der Fastenmonat Ramadan mit dem 1.August begonnen. Dass hinter dem Ramadan viel mehr steckt als nur Hunger und Durst, erfahren rund 250 Jugendliche, die den Fastenmonat nutzen, um am Projekt „Teilen ohne Grenzen“ mitzuwirken. Bei der von der Muslimischen Jugend Österreich organisierten Aktion sollen vor allem Solidarität und Partizipation im Mittelpunkt stehen.

Hilfe im Seniorenheim

Die Teilnehmer haben etwa in der Obdachloseneinrichtung Gruft die Möglichkeit, für Hilfsbedürftige zu kochen, auf Friedhöfen werden Sanierungsarbeiten geleistet, in Asylwerber-, Senioren- und Obdachlosenheimen werden Menschen betreut und gepflegt.

Neben dem Ramadan war auch das „Europäische Jahr der Freiwilligkeit“ ein Anlass, um das Projekt zu starten. Die Initiative soll die Bedeutung der Freiwilligkeit „mit der Bedeutung der gesellschaftlichen Solidarität im Islam“ verbinden, sagt Melek Tekin, die Sprecherin des Projekts. Die Jugendlichen werden aufgerufen, „diese Zeit als eine Zeit der Gegenseitigkeit zu erleben, die eigene Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft wahrzunehmen, ein Mitgefühl zu entwickeln“.

Kooperiert wird unter anderem mit Hilfsorganisationen wie der Caritas, der Volkshilfe Wien und der Diakonie. Das Projekt wird vom Wirtschaftsministerium und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich gefördert. Mit mehreren österreichweiten Fastenbrech-Veranstaltungen (Iftare) soll das Projekt bekannt gemacht und nach weiteren Freiwilligen gesucht werden.

 

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 10.08.2011)

 



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