Stadträtin Frauenberger für diskriminierungsfreie Schulbücher

Präsentation eines Gesellschafsklimabündnisses für Österreich © Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/Mike Ranz

31.01.2014 | 10:37 | Tamara Tanasijevic

Im Zuge unserer Schulbücher-Aktion baten wir auch Stadträtin Sandra Frauenberger um eine Stellungnahme. Wir freuen uns darüber, dass die Wiener Stadtregierung durch die Unterstützung unserer Initiative eine klare Position gegen Diskriminierung in Schulbüchern einnimmt.

Sandra Frauenberger, Stadträtin für Integration, SPÖ:

“Die Wiener Stadtregierung verfolgt eine Politik mit einer klaren Haltung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, denn in einer modernen und weltoffenen Gesellschaft darf keine Form von Diskriminierung Platz haben. Das gilt für das Zusammenleben allgemein und natürlich auch für den Alltag in der Schule. In den verschiedenen Bildungseinrichtungen werden Kinder und Jugendliche auf ihr weiteres Leben vorbereitet. Dabei dürfen Vorurteile und Stereotype nicht erzeugt oder verstärkt werden. Ich unterstütze daher Initiativen, die es zum Ziel haben gegen diskriminierende Darstellungen von MigrantInnen oder Integration aufzustehen. Gleichzeitig möchte ich den Bogen aber weiterspannen, denn auch Sexismus und Homophobie dürfen keinen Platz haben.”


ein Kommentar

  • Markus Haunschmid

    Guten Tag, Es ist schön, Aktionen gegen Diskriminierung zu sehen. Ich habe allerdings nicht bemerken können, inwiefern sich MitrantInnen, Schwule und Lesben, Kommunisten, Muslime etc. in den Schulbüchern diskriminiert sehen können sollen. Ich möchte aber kritisieren, wie das gemacht wird. Das Problem ist doch viel mehr, dass dass es ein gewisses LehrerInnendienstrecht und einen immer strikteren Lehrplan gibt, der keinen Platz mehr dafür bietet, dass die LehrerInnen auf Probleme der SchülerInnen eingehen können, wie Diskriminierung auch eines davon ist. Überhaupt werden MigrantInnen eher dadurch diskriminiert, dass sie oft nicht auf Privatschulen gehen können und ein Zweiklassensystem das gesellschaftliche Gefüge auseinanderbrechen lässt. Insofern wäre eine Erhöhung des LehrerInnengehalts, gratis Essen in den Schulen und Freiraum für Diskussionen eine adequate Antwort auf das Problem der Diskriminierung jeglicher Art, vor allem von Kindern aus ärmeren Familien. Mit Bitte an die Weiterleitung an den Chef/die Chefin, Freundschaft, Markus (SJ 9) Geschrieben um 3. Februar 2014 um 20:16 Antworten

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