HEIMAT FREMDE HEIMAT DARF NICHT STERBEN

Gegen das schleichende Abdrehen von Heimat, fremde Heimat!
MigrantInnen müssen im ORF endlich den Platz erhalten, der Ihnenm zusteht

An ORF-General Dr. Alexander Wrabetz!

16 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben laut Statistik AustriaMigrationshintergrund. Dieser Anteil ist im gebührenfinanzierten ORFweder sicht- noch hörbar. Immerhin bekennt sich der ORF zum Ziel, inRadio und Fernsehen die heutige Gesellschaft abzubilden.

Im Zuge geplanter Einsparungen will die ORF-Führung nun aber dieSendung Heimat, Fremde Heimat auf ein Monatsmagazin reduzieren. DieVerantwortlichen rechtfertigen diesen Schritt damit, dass man keine"Ghetto-Sendung" wolle, sondern MigrantInnen in allen Bereichen.Bislang haben aber die spärlich vertretenen ZuwandereInnen in denverschiedenen Redaktionen den Sprung meist aus Heimat, Fremde Heimatgeschafft. Soweit sind wir noch nicht, dass es ohne ein solchesSprugbrett gehen würde.

Egal wie man das Ziel von mehr Diversität erreichen will - es brauchtAnstrengungen und Investitionen, nicht Einsparungen. Die Bemühungen umDiversity-Mainstreaming im ORF würden durch die geplanten Einsparungenum Jahre zurückgeworfen.

Wir fordern: Heimat, Fremde Heimat muß von den Sparmaßnahmen unberührtbleiben. Die Einsparungen beim ORF dürfen nicht zu Lasten vonMinderheiten gehen. Im Gegenteil. Es braucht noch massivereAnstrengungen als bisher, damit MigrantInnen endlich den Platz in Funkund Fernsehen bekommen, der ihnen schon längst zusteht.