Aktuelles Medienhandbuch Migration & Diversität 2011 zeigt neue Trends

Buch Cover Medienhandbuch 2011 - ©M-MEDIA

29.09.2011 | 10:46 | simon INOU und Clara Akinyosoye

Im Rahmen der 4.Medien.Messe.Migration am 27. und 28. September präsentierte M-MEDIA das aktuelle Medienhandbuch Migration & Diversität 2011 in der Wiener Stadthalle.

MigrantInnenmedien sind Teil der österreichischen Medienlandschaft. Doch sie werden von der Medienbranche nicht als solcher wahrgenommen. Der Großteil von ihnen bleibt der Mehrheitsgesellschaft und Angehörigen anderer Communities gänzlich unbekannt.  Bereits seit 2008 erscheint das Medienhandbuch Migration & Diversität jährlich. Der Verein M-Media hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der MigrantInnenmedien in Österreich aufzuzeigen. Auf der diesjährigen Medien.Messe.Migration wurde das aktualisierte Medienhandbuch 2011 erstmals vorgestellt.

88 Seiten –  88 Medien

Auf 88 Seiten wird ein umfassender Einblick in die Medien von MigrantInnen in Österreich gewährt. Der erste Teil präsentiert die den ethnischen und religiösen Communities zugeordneten Medien, darauf folgen die communitiesübergreifenden Medien. Insgesamt umfasst das Handbuch 88 Medien.  65 Medien aus zwölf ethnischen und religiösen Communities und 23 communitiesübergreifende Medien. Die austro-türkische Medienlandschaft bleibt mit Abstand die größte und umfasst 22 Medien. Die meisten Medien werden von Männern geführt (wie in der Mainstream-Medienlandschaft) und erscheinen in Wien. Neu im Medienhandbuch 2011 sind die Kategorien: “Markt- und Meinungsforschung”, “Ethnische Branchenbücher” und “Ethnische Werbeplattformen”. Sie sind ein Beweis dafür, wie vielfältig die Kommunikationskanäle der migrantischen Communities sind und dass MigrantInnen vermehrt als Zielgruppe für die Werbewirtschaft wahrgenommen werden können.

Nicht nur MigrantInnenmedien

Neben Medien, die von MigrantInnen gestaltet werden, präsentiert das Handbuch auch Medien aus der Mehrheitsgesellschaft, die ihren Schwerpunkt auch im Bereich Migration gesetzt haben. Vertreten sind auch Agenturen, Institute und Initiativen, die sich im Bereich Interkulturalität und Ethnomarketing bewegen.


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