Medien-Servicestelle – “Neue Österreicher” nimmt Arbeit auf

Pressekonferenz mit Coudenhove-Karlergi, Wesely und Radulovic (v.l.n.r.)  © Aram Ghadimi

20.06.2011 | 13:47 | Ania Haar

Eine neue Medienservicestelle soll Journalisten die Recherche über Neo-Österreicher erleichtern.

Wien, 15. Juni 2011 – Was Journalisten immer dingend brauchen, ist schnelle Verfügbarkeit von Informationen. Insbesondere bei Recherchen in verschiedenen migrantischen Communities stoßen sie oft an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass in den Themenbereichen Integration und Migration mitunter ein Mangel an geprüften und verlässlichen Informationen und Datenmaterial herrscht. So wird die Diskussion über Menschen mit Migrationshintergrund oft auf Basis von Vermutungen geführt, insbesondere dann wenn es um sogenannte „Integrations(un)willige“ geht.

Für Journalisten, Medienschaffenden und Medieninteressierte wurde nun eine neue „Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen“ als Recherche-Unterstützung gegründet. Mit dem journalistischen Anspruch:  Objektivität und Unabhängigkeit zu gewährleisten. „Wir haben die Medien-Servicestelle bewusst breit in der Gesellschaft aufgestellt. Damit kommen wir unserem Anspruch von Überparteilichkeit und Unabhängigkeit nach“, so Peter Wesely, der Vorsitzende des Trägervereins der Medien-Servicestelle und Generalsekretär des Vereins „Wirtschaft für Integration“.

Über die Homepage der Medien- Servicestelle sollen Journalisten in Zukunft Informationen über Migrantengruppen, sowie Unterstützung bei der Recherche erhalten und notwendige Kontakte vermittelt bekommen. In einer „Integrations-Bibliothek“ sollen die neuesten Publikationen, Studien und Daten zur Verfügung gestellt werden. Rechercheanfragen zu diversen Themen, Hintergrundinformationen sollen je nach Möglichkeit und Verfügbarkeit, innerhalb kurzer Zeit beantwortet. „Auch am Freitag Abend“, so der Chefredakteur Žarko Radulović. Er sammelte seine ersten journalistischen Erfahrungen bereits als Student – zunächst als Radio-Reporter und Online-Journalist. Später wechselte er zur APA und arbeitete dort auch als Korrespondent in Belgrad und Brüssel.

Fachbeirat zur Unterstützung

Der Servicestelle steht ein Fachbeirat zur Seite, der sich aus namhaften Journalisten zusammensetzt. Die Aufgabe des Fachbeirates besteht in der Beratung bei der Entwicklung der Leistungsangebote. Den Vorsitz im Fachbeirat hat die Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi inne. „Es war höchste Zeit, diese Initiative zu gründen“, so die Publizistin.

Um die Finanzierung der Medien- Servicestelle, von dem man aber überzeugt ist, dass es erfolgreich sein wird, kümmert sich der Trägerverein. Finanziell wird das Projekt vom Bundeskanzleramt, Bundesministerium für Inneres, Österreichischen Lotterien unterstützt. Initiiert wurde das Projekt von der Arbeiterkammer, der Industriellenvereinigung, Wirtschaft für Integration und PR-Agentur Tue Spills Group. Alle Leistungen der Medien- Servicestelle sind unentgeltlich.

(ANIA HAAR)


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