Österreich: Die serbische Community hat ein neues Medium

Ida Labudovic -  ©Mili Flener/M-MEDIA
SAN - Cover der ersten Ausgabe
SAN
  • srpsko-austrijske novine na srpskom i nemačkom jeziku, koje obrađuju teme iz oblasti migracije , politike, ekonomije, društva i kulture
  • Serbisch-österreichische Nachrichten auf Serbisch und Deutsch, mit den Schwerpunkten Migration, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur
  • Kirchengasse 7
  • 1070 Wien
  • Email: office@san-magazin.info

26.12.2013 | 11:55 | Tamara Tanasijevic

Seit dem 20. Dezember erscheint die bilinguale Qualitätszeitung „SAN“. Die Chefredakteurin der vierteljährlichen Zeitschrift, Dr. Ida Labudović, erklärt uns in einem Skype-Interview die Beweggründe hinter dem Erscheinen der Zeitung.

M-MEDIA: Die österreichische Medienlandschaft wird um eine Publikation reicher. Wir gratulieren zur neuen Zeitung „SAN“! Was bedeutet „SAN” und warum war es nötig ein serbisches Printmedium auf den Markt zu bringen?

Dr. Ida Labudović: „SAN“ heißt „Traum“ auf Serbisch. Heutzutage gibt es in Österreich keine Medien, die explizit auf Serbisch sind. Man findet im interkulturellen Bereich eher „jugoslawische“ Zeitungen. Ihre Mediensprache ist B/K/S. Uns war es aber wichtig, die österreichischen Serben gezielt anzusprechen, indem wir bilingual publizieren, auf Serbisch und Deutsch. Mein Traum wurde mit „SAN“ Wirklichkeit.

Wieso haben Sie sich entschieden zweisprachig Serbisch/Deutsch zu publizieren?

Die Themen in „SAN“ sind die serbisch-österreichischen Nachrichten. Zu unserer Zielgruppe gehören Serben und Österreicher, die an den Themen Migration, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur interessiert sind. Für uns war es deshalb logisch eine bilinguale Zeitschrift herauszubringen. Alle Artikel sind in beide Sprachen übersetzt.

Inwiefern ist es wichtig, dass die Sprache des Mediums Serbisch ist?

Ich selbst komme aus Belgrad und kann durch die Sprache diesen ganz besonderen Flair der Stadt weitergeben.

Die erste Ausgabe ist nun publiziert. Wo kann man auf „SAN“ zugreifen und wie viel kostet die Printausgabe?

Vor Weihnachten werden wir vermehrt vor den drei serbisch-orthodoxen Kirchen in Wien die Zeitung gratis verteilen. In der Weihnachtszeit besuchen nämlich bis zu 3000 Serben diese Kirchen, womit wir schon ein großes Publikum erreichen können. Ab Jänner wird unsere Zeitung in den öffentlichen Institutionen wie WKO oder AK vorliegen, aber auch in den verschiedensten Kultureinrichtungen. Anfänglich nur in Wien, später in ganz Österreich. Überall dort, wo sich eine serbische Community befindet.

Wie lange haben Sie an der Realisation der Zeitung gearbeitet?

Erste Ideen habe ich schon im Oktober 2012 zu sammeln begonnen. Durch die Teilnahme am Mentoringprogramm für Migranten der WKO habe ich Sabina Riedl kennengelernt, die mir bei der Suche nach Finanzierungsmitteln eine sehr große Hilfe war (auch im Vorwort der ersten Ausgabe zu lesen). Die tatsächliche Umsetzung der ersten Ausgabe habe ich der STRABAG zu verdanken.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen viel Erfolg!

Danke.


ein Kommentar

  • Eldar

    Bitte die Homepage bzw. die Facebookseite des Magazins angeben, google findet es nämlich nicht... Geschrieben um 28. Dezember 2013 um 02:45 Antworten

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