Abschiebungen sind gar nicht so übel

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05.05.2010 | 9:57 | Clara Akinyosoye

Es gibt Vieles was der ordinäre Bürger über österreichische Abschiebungen nicht weiß. Es ist – wenn wir ehrlich sind – meist ein links wählender Österreicher oder ein links wählender Migrant, der mit aller Kraft an den Horrorgeschichten von unmenschlichen „Deportationen“ und menschenverachtenden Zwangsmaßnahmen festhalten möchte. Ja, wir können es zugeben: es sind  gerade diese Menschen, die eine offizielle Abschiebung von längst vergangenen Deportationen nicht zu unterscheiden wissen. Sie benötigen Aufklärung. Also freuen wir uns nun, dass eine Stimme aus dem Innenministerium Abhilfe schafft.

Man höre und staune! Gänzlich Ungläubige mögen sich angesichts dieser Neuigkeiten sogar festhalten! Eigentlich sind Abschiebungsflüge gar nicht so übel. Es werde gegessen, es werde getrunken. Wer ein Aua habe, kriege sogar ein Klebeband – Verzeihung – Pflaster. Na bitteschön. Das ist der Beweis, dass eine Abschiebung alles andere als eine Art Tiertransport zum Schlachthof ist. Sie ist offensichtlich eine Art Business Class Ticket in die ersehnte Heimat– mit der Ausnahme, dass alles gratis ist: Semmeln, Wasser und manchmal auch fahrlässige Tötung. Was will man mehr?

 


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