Integration: Wenn 243 Städte und Gemeinden sich aktiv einsetzen

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Österreichischer Städtebund

29.06.2011 | 13:33 | Siobhan Geets

Der Österreichische Städtebund versucht, Akteure rund um die Themen Migration und Integration zu vernetzen. Sprachfrühförderungen ist eines der Themen.

 

Wien. „Integrationsmodelle aus anderen Ländern können Anregungen bringen und zum Nachahmen einladen“, sagt Mathias Stadler. Der Bürgermeister von St. Pölten ist Vorsitzender des Österreichischen Städtebunds. Die SP-dominierte Organisation, die 243 Städte und Gemeinden vertritt, beschäftigt sich auch mit dem Themenfeld „Integration und Migration“ – gerade weil viele Menschen mit Migrationshintergrund in Städten leben.

Der Fachausschuss für Integration, 2008 vom Städtebund gegründet, vernetzt die Integrationskoordinatoren zahlreicher Städte und fördert den Gedankenaustausch mit Migrantengruppen. Projekte wie „Mama lernt Deutsch“, Mediationsprogramme in Wohngebieten und Sprachfrühförderungen sind einige der Themen. Dabei, so Stadler, könne man sich durchaus über den österreichischen Bereich hinauswagen.

Städte, so Stadler weiter, hätten täglich mit Integration zu tun, daher fordere der Städtebund schon seit Langem einen politischen Ansprechpartner für Integration. Die Einführung eines Staatssekretärs für Integration begrüße er daher, das Thema verlange schon lange nach einem eigenen Zuständigen.

Vereinheitlichte Standards

Insgesamt wünscht sich der Städtebund, dass es im Bereich Integration klare Kompetenzfelder und Aufgabenbereiche sowie einheitliche Standards gibt. Der Städtebund verstehe sich als Plattform für vereinheitlichte Vorgehensweisen in der Integrationsarbeit, da man, so Stadler „das Rad nicht jedes Mal neu erfinden muss“.

(SIOBHAN GEETS, “Die Presse”, Print-Ausgabe, 29.06.2011)

 


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