Unabhängiger ExpertInnenrat für Integrationsfragen gegründet

Fünfzehn Handlungsfelder  
  • Bleiberecht und Aufenthaltssicherheit
  • Rechtsstaat und Demokratie
  • Bildung
  • Sprache
  • Arbeit und Beruf
  • Wohnen
  • Gesundheit und Soziales
  • Sport und Freizeit
  • Gleichbehandlung, Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung
  • Werte und Anerkennung
  • Inter- und transreligiöser Dialog und Kommunikation über Grenzen hinweg
  • Medien
  • Wissenschaft
  • Regionale Dimension
  • Migration und Entwicklung
Acht Ziele
  • ein Höchstmaß an Gleichberechtigung herzustellen
  • Diskriminierung zu erkennen und zu eliminieren
  • Chancen und Perspektiven für alle in Österreich lebenden Menschen zu schaffen
  • gläserne Decken, die Menschen an der Entfaltung und am sozialen und beruflichen Aufstieg hindern, zu durchbrechen
  • Anerkennung für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Staatsbürgerschaft, Geschlecht, Alter, usw. zu erzeugen und fühlbar zu machen
  • die Illegalisierung von Menschen zu verhindern
  • die Kommunikation zwischen Menschen zu fördern und mehr Lebensfreude zuzulassen
  • Vielfalt und Migration als Normalität begreifbar und lebbar zu machen

29.10.2012 | 19:31 | simon INOU

Alternativer ExpertInnenrat von SOS Mitmensch will Integration sachlicher, unabhängiger und losungsorientierter als wie bisher von Expertinnen des Integrationsstaatssekretariates gestalten.

Wien – Heute präsentierte die NGO SOS Mitmensch einen alternativen ExpertInnenrat für Migration-, Integration- und Gleichstellungsfragen. Die 24 WissenschaftlerInnen und  PraktikerInnen werden einmal im Jahr einen Maßnahmenbericht vorlegen. Der heute präsentierte Bericht umfasst 125 Lösungsvorschläge.

Wozu einen alternativen ExpertInnenrat für Migrations-, Integrations- und Gleichstellungsfragen? Alexander Pollak von SOS Mitmensch argumentiert mit der Abhängigkeit des aktuellen “unabhängigen Expertenrats für Integration” des Integrationsstaatssekretariates. Dieser sei laut Pollak “nicht abhängig genug und muss innerhalb der sehr eng gesteckten Rahmenbedingungen des Innenministeriums bzw. des Staatssekretariates für Integration arbeiten.” Das sei keine Garantie für die Unabhängigkeit des BM.I Expertenrates für Integration, so Pollak. Vorschläge des alternativen ExpertInnenrates sind als Impulse für die Politik gedacht und gelten auch als Grundlage für zukünftige politische Kampagnenarbeit.

Acht Ziele, 15 Handlungsfelder und 125 Massnahmenvorschläge

Das sind die Zahlen hinter der Arbeit des heute präsentierten alternativen Expertenrates. Der Katalog an Vorschlägen ist sehr umfangreich und beinhaltet etwa Vorschläge,  wie z.B. eine uneingeschränkte Aufenthaltssicherheit für alle, die länger als 5 Jahre in Österreich leben, keine Abschiebung während einer laufenden Bleiberechtsprüfung. Kinder die in Österreich geboren werden  und deren Eltern rechtmässig und längerfristig in Österreich niedergelassen sind, sollten automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. Der alternative Expertenrat will auch, dass österreichische Gleichbehandlungseinrichtungen ausreichend dotiert werden um die Steigerung der Effektivität der österreichischen Gleichbehandlungsgesetzgebung zu gewährleisten. Auch ein gemeinsames Schulsystem für sechs- bis 14-Jährige, ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für alle sowie ein sofortiges Ende Ende der Trennung in Inländer- und Ausländermannschaften im Amateursport werden gefordert.

Kritik an Sebastian Kurz wegen seinerm “Einbürgerungssager” kam promt von Pollak: Das sei eine Beleidigung für die tausenden, die in den vergangenen Jahren, keine Chance auf Einbürgerung hatten, etwa aufgrund ihres sozialen Status, weil sie TeilzeitarbeiterInnen, sozial Schwache oder allein erziehende Mütter sind.

——

125 loesungen des expertinnenrats

 


ein Kommentar

  • Marie Nägele

    Sehr geehrte Damen und Herren, da ich interfamiliär mit dieser Problematik seit Jahren konfrontiert bin und nach Lösungen suche,wende ich mich heute mit der Frage an Sie,ob auch einzelne Fälle sozusagen als Paradebeispiele für nicht nachvollziehbare Gesetzesvorschriften von Ihnen behandelt werden. Mit freundlichen Grüßen und vielem Dank für Ihre Mühe freue ich mich auf Ihre geschätzte Antwort Marie Nägele Geschrieben um 23. November 2012 um 18:04 Uhr Antworten

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