Webster University Vienna: Alumni Symposium zum Thema Diversität

Webster Symposium 2011 (c) S. Herburger

18.11.2011 | 14:07 | Silvia Herburger

„Diversity versus Conformity: Finding a Balance that´s Right for Business“, war der Titel des vierten Webster Vienna Alumni Symposium, das am Montag den 4. November stattfand. Namhafte Experten aus der Wirtschaft diskutierten über das Thema Diversität in Unternehmen.

Seit dem Vorjahr gibt es in Österreich die ‚Charta der Vielfalt‘, die von der Wirtschaftskammer initiiert wurde. Ziel ist es, die in Österreich traditionell vorhandene Diversität wertzuschätzen und sie für wirtschaftliche Zusammenhänge nutzbar zu machen. Außerdem gilt es personelle Vielfalt als Schlüsselfaktor für eine zukünftige globale Wettbewerbsfähigkeit zu erkennen. Die Unterzeichnung der Charta geschieht auf freiwilliger Basis. Laut der österreichischen ‚Charta der Vielfalt‘ ist Diversität, „die systematische Auseinandersetzung mit Heterogenität. Die Beschäftigung mit Unterschieden (aber natürlich auch Gemeinsamkeiten) innerhalb von Organisationen zielt darauf ab, in der gegenwärtigen Phase der flexiblen Anpassungen die Unterschiedlichkeiten von Individuen, Kulturen, Strukturen, Strategien, Funktionen etc. gezielt als strategische Ressource zu nutzen.“

Webster Universität lebt Diversität

Diversität war auch beim nunmehr vierten „Webster Alumni Symposium“ am 4. November das Thema. Die Webster University wurde 1915 in St. Louis, Missouri, in den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Seit 1981 existiert die Webster University Vienna. Heute befindet sich der Campus im 22. Wiener Gemeindebezirk. An den mehr als 100 Standorten, die Webster in 7 Ländern betreibt, studieren über 200 000 Menschen aus annähernd 150 Ländern. Diversität ist daher für die Webster Universität eine Alltäglichkeit. Nicht überraschend also, dass Diversität und Konformität beim dem Symposium im Festsaal des Wiener Palais Eschenbach zur Diskussion stand.

Gemeinsame Werte als Grundlage

Dem Gespräch mit Eric Frey, Chef vom Dienst bei „Der Standard“, stellten sich Benjamin Ola Akande, Dekan der „Webster University’s School of Business and Technology“, Erno Karl von IBM, Thomas Hintze von UPC Österreich, Felix Thun-Hohenstein, Geschäftsführer von 3M Austria and Switzerland, Doris Tomanek, Head of Human Ressources und CEE bei der Uni Credit Bank Austria und Samantha Yarwood, Marketing Director für Schweiz und Österreich bei Starbucks. Einig waren sich alle Anwesenden darin, dass gemeinsame Werte Grundlage von Diversität sein müssen. Thun-Hohenstein wies auch auf Probleme von kultureller Vielfalt hin, angefangen von der Kommunikation, über Gruppenbildungen, bis hin zu Mobbing. Dennoch plädierte auch er für Diversität, weil die Vorteile weit größer seien als die Nachteile. Zum einen sollte ein Unternehmen so divers sein, wie seine Kunden, zum anderen sei die Wahrnehmung, wenn sie aus verschiedenen Perspektiven erfolgt einfach besser. Außerdem fördert Diversität Kreativität. Auf die Vielfalt bei den Kunden ging auch Thomas Hintze von UPC ein. In seinem Unternehmen wird Wert darauf gelegt, dass etwa im Callcenter alle Sprachen gesprochen werden, die auf der Kundenseite nachgefragt sind. Auch Erno Karl von IBM betonte, dass eine diverse Arbeitskultur der Erfolg seiner Firma sei. Doris Tomanek wies noch auf andere Aspekte von Diversität hin, etwa Alters- und Geschlechterunterschiede. Von wissenschaftlicher Seite hielt Benjamin Ola Akande fest, dass sich Diversität auch dadurch auszeichne, sich verschiedene Perspektiven anzuhören.



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